Unterwegs in der Stadt am Oslofjord und der Heimat der Riesen

Geheimnisvoll, zurückhaltend und dennoch herzlich, traditionell, aber auch modisch ausgeflippt und nicht so teuer wie erwartet, wenn man nur weiß, wo die richtigen Lokale und Shops zu finden sind…so habe ich Oslo kennengelernt.

 

 

Die gemütliche Hauptstadt Norwegens lässt sich gut zu Fuß oder mit einem der Räder, die zum Verleih bereit stehen, erkunden. Es ist viel zu schade, die Etappen mit der U-Bahn zurückzulegen – ein Spaziergang schont das Urlaubsbudget und man entdeckt tolle Wohnviertel, zum Beispiel bei einer Erkundungstour durch die prunkvollen Jugendstilviertel oberhalb des Schlossparks. Bei schönem Wetter unbedingt die Sonne auf dem Dach des neuen Osloer Opernhauses genießen! Man trifft hier Sonnenanbeter, die sich an einem der begehrten Plätze niederlassen um Dämmerung und Ausblick auf den Hafen zu genießen. Um Ballettaufführungen Jazzkonzerte, klassische Oper bis hin zu zeitgemäßen Kompositionen miterleben zu können, ist eine zeitige Reservierung (mindestens 14 Tage im Voraus) oft notwendig. Dennoch: Auch ein kurzfristiger Besuch ohne Ticket für kulturelle Unterhaltung lohnt sich, denn das Bauwerk hält viele tolle Fotomotive parat.  Hungrig? Sicher gut, wenn man nicht Stunden damit verbringen muss, Speisekarten lesend das günstigste Restaurant in der Innenstadt zu finden. In einem der Restaurants im jungen Viertel Grünerløkka wird der hungrige Norwegen-Fan mit kleinem Budget fündig. Hier genießt man gute norwegische und internationale Küche und fällt nur vom Stuhl, weil man so gut gesättigt ist, jedoch nicht beim Anblick der Rechnung, denn die Preise sind ok! In Grünerløkka begegnet man dem jungen oder jung gebliebenen, kreativen Norweger, der Zeit hat, einen Tipp für das nächste Szene-Treff mitzugeben, oder eine Story aus seinem chaotisch-schönen Leben zu teilen. Nachtschwärmer können nach der Stärkung den Club-Empfehlungen der Norweger nachgehen oder sich in gemütlicher Runde in einem der Stadthotels auf die Erlebnisse des nächsten Tages freuen. Gute Mittelklassehotels findet Ihr in Oslo für etwa 60 Euro pro Nacht (Doppelzimmer, Frühstück).

Museumsbesucher, egal welche Interessen und Altersklasse haben die Wahl: Wie wäre es mit einer der temporär geöffneten Galerien mit zeitgenössischen Werken junger Künstler voller frischer Ideen? An regnerischen Tagen laden diese Galerien zum Verweilen mit bergeweise interessanter Literatur, beispielsweise zur Entstehungsgeschichte der Graffiti-Kunst, ein. Sehenswert und Muss für einen Oslo-Besuch sind auch Klassiker wie die Museen zur Geschichte Norwegens berühmter Persönlichkeiten Henrik Ibsen und Edvard Munch. Im Munch-Museum können Besucher das mehrsprachige Führungsangebot wahrnehmen. Ein Museumsguide erläutert die Bedeutung der Werke des Edvard Munch und erzählt vom Leben dieses einzigartigen, polarisierenden Künstlers, als wäre er dabei gewesen. Auch der Spaziergang durch den Vigeland-Park sowie die Besichtigung des prachtvollen Osloer Nationaltheaters lohnen sich. Tollen Ausblick über die Stadt am Oslofjord erlebt man von der Holmenkollen Skischanze.

Bei gutem Wetter gestaltet man seinen freien Urlaubstag ganz wie die Norweger: In der Natur! An einem Wochenende hat man das Gefühl, ganz Oslo hat sich ins Sportoutfit geworfen und ist unterwegs auf Fahrrad, in Laufschuh oder Inlineskates. Beim Anblick der Lauftreffs bekommt man Lust, sich anzuschließen! Auch wir rüsten uns für eine Tagestour durch die Wälder nördlich von Oslo aus und tun es dem aktiven Norweger gleich. Wir fahren mit einem der Stadtbusse nur 15 Minuten in nordöstliche Richtung bis zur Endhaltestelle. Von hier aus startet eine bequeme Tour entlang des Maridal-Sees, hier genießt man den Weitblick – mit etwas Fantasie lässt sich gut erahnen, welche Wanderregionen sich weiter nördlich hinter den ersten Hügeln verbergen. Von hier sind es nur etwa zwei Stunden Fahrtzeit bis in die Valdres-Region, dem Tor zu den Wander- und Nationalparkgebieten Jotunheimen und Rondane. Unvergessen für mich bleibt der Klimaunterschied zwischen Oslo und der bis 2.000 Meter höher liegenden Bergregion. Ich war darauf eingestellt, dass ich im April mit Schnee und frostigen Temperaturen rechnen muss (weiter nordwestlich in der Fjordregion bei Stryn kann man sogar im Sommer Ski fahren und Snowboarden!) So eine große Menge an Schnee, nur sehr schwer passierbare Straßen und ein Gefühl von endloser Winterlandschaft habe ich nicht erwartet. Ein tolles Erlebnis, wenn man sich warm einpackt, sehr gute Langlaufausrüstung mitbringt oder ausleiht (zum Beispiel im familienfreundlichen Wintersportort Beitostølen). Ganz wichtig für Fans der Winterlandschaft, unterwegs mit eigenem Auto oder dem Mietwagen: Nicht alle Straßen in der Nationalparkregion sind im Winter erreichbar. Die Passstraßen zwischen Bessheim und Lom zum Beispiel öffnen teilweise erst Ende April , sobald sie von den gigantischen Schneemassen befreit werden können. Die Region im Jotunheimen Nationalpark ist ein Wanderparadies für jeden Anspruch. Familien finden hier einfache Touren mit Seepanorama, Kletterer und Gletscher-Erfahrene werden hier ebenso fündig. Das Nationalparkdorf Lom ist guter Ausgangspunkt für eintägige Touren und anschließende Rückkehr mit Aufenthalt in gemütlichen, landestypischen Unterkünften. Lom ist bekannt für sehr gute lokale Küche, eine der schönsten Stabkirchen Norwegens und Unternehmungen für Aktivurlauber mit sportlichen Ambitionen fernab der Wanderrouten. Alternativ sind im Nationalparkgebiet Jotunheimen und Rondane auch mehrtägige Touren möglich, dann mit Übernachtung in den Hütten des norwegischen Wandervereins. Mit etwas Glück trifft man hier auf Rentierherden! Ein Tipp für Tierbeobachtungen aus sicherer Entfernung ist die neu gestaltete Schutzhütte in der Rondane Gebirgsregion. Garantiert erlebt man hier nicht nur ein Naturspektakel, sondern findet auch Raum für romantische Auszeit, denn die verglaste Schutzhütte bietet tollen Panorama-Ausblick auf das umliegende Berggebiet, bekannt als Jagdrevier der dort heimischen Moschusochsen. Empfohlenes Proviant für einen Abend in der Schutzhütte: Ein guter Wein und Feuerholz für den Kamin – tolles Erlebnis!

Diesen Artikel hat geschrieben:

Sabine Conrad

E-Mail: conrad@trolltours.de
Telefon: 02982-922140

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