Kurztrip nach Dublin und Nordirland

Kurztrip nach Dublin und Nordirland

Die Hauptstadt Dublin, an der irischen See hat mich und alle weiteren Teilnehmer am 20.10., anders als erwartet mit Sonnenschein und warmen Temperaturen empfangen.  Dublin ist heute eine aufstrebende Weltstadt, mit  gut 500.000 Einwohnern, vielen Sehenswürdigkeiten und  vielseitigem Angebot für Jedermann.

Guinness, nicht nur unter Bierliebhabern bekannt, wird seit 1759 in Dublin gebraut und ist noch heute einer der wichtigsten  Arbeitgeber der Stadt. Das heutige Besucherzentrum und Museum, welches im Jahre 1904 fertiggestellt wurde zeigt den Besuchern aus aller Welt auf sieben imposanten Stockwerken den gesamten Ablauf, von der Gewinnung der Zutaten über die Herstellung bis hin zum Ausschank. Im siebten Stockwerk des Gebäudes erwartet Sie die Gravity Bar. Hier  können Sie bei einem Guinness, welches im Eintrittspreis enthalten ist den wunderschönen 360-Grad-Blick über Dublin genießen und sich besonders gut einstimmen auf die nächsten Tage.  Für die hungrigen Besucher hat die Brewers Dining Hall täglich ab 12:00 Uhr geöffnet. Nehmen Sie sich Zeit mit und planen etwa 2 Stunden ein, um in aller Ruhe die Vielfältigkeit des Museum zu erleben. Ebenfalls sollten Sie den möglichen Besucheransturm am Eingangsbereich mit einplanen.

Die Hauptstadt bietet für Touristen und Kulturinteressierte ein vielfältiges und großes Angebot. Erleben Sie während einer Stadtrundfahrt in den bekannten Doppeldeckerbussen zahlreiche Sehenswürdigkeiten und erfahren Sie einige Hintergrundinformationen. Mit dem beliebten Hop on Hop off Tickets können Sie ein – und aussteigen so oft Sie wollen und Dublin in Ihrem Tempo erkunden.

Sie sollten es sich am Abend nicht entgehen lassen Temple Bar, dem beliebten Stadtviertel mit munterem Nachtleben einen Besuch abzustatten.  Genießen Sie in einer der vielen Pubs einen irischen Whisky und lassen Sie den Tag gemütlich ausklingen.

Der Hintergrund der Inforeise ist der Norden Irlands und so machten wir uns am zweiten Tag früh morgens auf den Weg Richtung Belfast, die Hauptstadt Nordirlands.  Nach gut einer Stunde Fahrt Richtung Norden  überquerten wir die „Grenze“ und waren nun in Nordirland unterwegs. Lediglich an Hand der Fahrbahnmarkierungen  können Sie erkennen in welchen Land Sie unterwegs sind, es gibt keine weiteren Grenzübergänge oder ähnliche Hinweise.  Die Spannungen und der Nordirlandkonflikt sind sicherlich noch in den Köpfen aller, es ist nichts vergessen aber dennoch ist ein sicheres Reisen möglich.

In Downpatrick, gut 2 Stunden nördlich von Dublin und gut 40 Minuten entfernt von Belfast steht das St. Patrick Centre.  Es erwartet Sie eine spannende, interaktive Ausstellung, die Ihnen die faszinierende Geschichte des irischen Schutzheiligen erzählt.  Unweit des Museums können Sie das Grab des verstorbenen Missionars und die Kathedrale besuchen.

Bevor wir weiter Richtung Belfast gefahren sind konnten wir uns im „Restaurant“ des Besucherzentrums stärken und die letzte Strecke entlang der irischen Küste voll genießen.

Belfast ist mit knapp 300.000 Einwohnern nach Dublin die zweitgrößte Stadt der Insel. Gartenliebhaber, Naturfreunde  und Kunstinteressierte sollten, bevor Sie nach Belfast reinfahren einen kleinen Umweg einplanen und außerhalb der Stadt, südlich von Newtownards, das Mount Stewart House mit dazugehörigem Garten besuchen. Das herrliche Anwesen der Familie Stewart besticht durch das traumhafte Herrenhaus mit grandioser Gartenanlage unterteilt in 17 Bereiche. Bei schönem Wetter können Sie einen ganzen Nachmittag dort verbringen, durch die Gartenanlagen schlendern, bei Kaffee und Kuchen auf der Terrasse entspannen oder im Herrenhaus die Geschichte fühlen.

Für alle, die noch nicht genug erlebt haben und das irische Nachtleben fühlen möchten bietet Belfast ein abwechslungsreiches Angebot.  Als Tourist sollten Sie es allerdings vermeiden sich in den zahlreichen Pubs auf Diskussionen mit den Einheimischen einzulassen. Nordirland ist nach wie vor ein gespaltenes Land, auch wenn man davon im Alltag recht wenig zu spüren bekommt. In den Außenbezirken der Stadt jedoch erkennen Sie sofort ob man sich in einem katholischen oder protestantischen Bezirk befindet.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen waren wir alle total gespannt. Der Besuch des Titanic Belfast Besucherzentrums stand auf dem Programm. Am 31.03.2012 wurde das Museum und imposante Gebäude im Hafenviertel, direkt neben den Docks eröffnet. Spazieren Sie entlang der Docks und spüren Sie das Ausmaß der Titanic und des Schwesternschiffes Olympic oder erleben Sie dies vom Wasser aus, während einer kleinen Bootstour durch den Hafen. Egal wie Sie die Anlage erkunden, es ist und bleibt ein unbeschreibliches Erlebnis. Das Besucherzentrum übertrifft jegliche Vorstellungen und zeigt Ihnen auf einfühlsame und anschauliche Weise was der Bau der Titanic für Belfast und die Bewohner bedeutet hat. Tipp: Zum besseren Verständnis empfehle ich Ihnen, sich einen Audioguide zu leihen und sich so durch die Ausstellung führen zu lassen.  Sie brauchen mindestens 2 Stunden um in aller Ruhe die Geschichte der Titanic von Baubeginn, über Jungfernfahrt, den tragischen Untergang und das Ausmaß zu erfahren. Der Besuch des Titanic Quarters ist ein Muss, wenn man als Tourist in Belfast ist. Seien Sie in den Sommermonaten pünktlich um 09:00 Uhr am Besucherzentrum, um den Besucheransturm zu umgehen und etwas Ruhe zu haben oder planen Sie den Besuch am Tag Ihrer Ankunft für den späten Nachmittag ein. Die Mittagszeit sollten Sie vermeiden.

 

Das Wetter war auch heute wieder warm und sonnig und so wurde der Stopp am Giants Causeway ebenfalls zu einem Highlight der Kurzreise. Entlang der Küste benötigen Sie gut 2Stunden bis zum Weltnaturerbe der UNSECO, dem Giants Causeway, dem „Damm des Riesen“. Spazieren Sie entlang der 5km langen Klippen, die steil ins Wasser ragen, genießen Sie den Blick über den Atlantik bis nach Schottland und erfahren Sie Interessantes über die Geschichte des Causeway im neugebauten Besucherzentrum.  Wanderfreunde und Naturliebhaber sollten so gut 1,5 Stunden einplanen, denn bei schönem Wetter macht es unglaublich Spaß die wunderschöne Natur zu genießen.

Auf der Fahrt weiter Richtung Derry, an der „Grenze“ zur Republik Irland empfiehlt sich ein kurzer Stopp am Dunluce Castle sowie am 11km langen Sandstrand von Downhill.

Die Stadt Derry haben wir am späten Abend erreicht und sind erschöpft aber auch voller positiver Eindrücke über Nordirland ins Bett gefallen.

 

Am nächsten Morgen waren wir alle gespannt und dann doch tragisch überrascht. Was uns während des geführten Stadtrundganges durch Derry erzählt wurde haben wir nicht erwartet. Die Ausmaße des Konfliktes und des Bloody Sundays sind vermehrt, unter anderem durch die Stadtmauer, Wandbemalungen sowie viele Schriftbilder zu erkennen. Nach dem Besuch des Free of Derry Museums musste jeder für sich die schrecklichen Eindrücke und das Geschilderte verarbeiten, bevor wir uns wieder zurück auf den Weg Richtung Dublin gemacht haben.

In Omagh haben wir einen etwa 2 stündigen Stopp eingelegt und konnten im Ulster American Folk Park mehr über die Geschichte der Auswanderer erfahren. Das Outdoor – Museum zeigt den Besuchern die Lebensbedingungen und den Alltag den die Menschen früher zu bewältigen hatten. In den teilweise gut erhaltenen Hütten und Häusern wird täglich ein Programm geboten, um Besuchern das Leben der damaligen Zeit zu veranschaulichen.

Wir empfehlen Ihnen im Restaurant des Besucherzentrums zu Mittag zu essen, bevor Sie sich auf die gut 3 stündige Fahrt Richtung Süden, zurück an die Ostküste nach Dublin machen.

Am frühen Abend haben wir die Hauptstadt erreicht und waren nun gespannt auf den letzten gemeinsamen Abend. Auf dem Programm stand der Besuch des Merry Ploughboys Pub, etwas außerhalb der Stadt.

Es erwartet Sie ein schwungvoller Abend mit traditionellen Spezialitäten, irischem Livegesang und Stepptanz.  Erleben Sie einen abwechslungsreichen  Abend und ein unterhaltsames Programm. Mit dem Shuttlebus (ca. 5.00 EUR pro Person) kommen Sie ganz bequem von der Innenstadt zum Pub und wieder zurück und können so den Abend ganz entspannt bei einem Guinness oder Glas Whisky genießen.

Am letzen Tag haben wir auf dem Weg zum Flughafen noch das Trinity College, die Eliteuniversität Dublins mit Ausstellung des Book of Kells sowie das Malahide Castle angeschaut bevor wir gegen Mittag die Butlers Chocolates Factory besucht haben. Nur ca. 10 Minuten des Flughafen Dublins, im Industriegebiet ist die Schokoladenfabrik zu finden. Erfahren Sie während eines Kurzfilmes Interessantes über die Geschichte von Schokolade sowie die Anfänge und Geschichte des Unternehmens, bevor Sie einen Rundgang durch das Museum und die Fabrik machen. Allen Schokoladenliebhabern, denen beim  Zuschauen und beobachten der Herstellung das Wasser im Mund zusammen läuft können im eigenen Souvenirladen die „Gelüste“ stillen und den Daheimgebliebenen eine Kleinigkeit mitbringen.

Um 15:00 Uhr waren wir zurück am Flughafen. Fünf erlebnisreiche und eindrucksvolle Tage liegen hinter mir und ich verlasse Dublin bei Sonnenschein und gutem Wetter. Der Norden Irlands bietet widererwarten spannende Geschichte, wunderschöne Natur und der Herbst ist durchaus auf Grund des Wetters, der günstigeren Preise und der wenigen Touristen eine der besten Jahreszeiten für diese Region.

Diesen Artikel hat geschrieben:

Carolin Deutscher

E-Mail: deutscher@trolltours.de
Telefon: 02982-922140

Zögern Sie nicht, mich bei Fragen anzusprechen.

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